... aus Verbundenheit zu unserer Stadt

            

   

Eltviller Schulentwicklung Drucken E-Mail
Was tut sich in Sachen Schullandschaft?

Wiesbadener Kurier berichtete am 21.02.2020:


Welches Fazit lässt sich wohl aus der bis vor einigen Wochen erbittert geführten Diskussion um die Zukunft der Eltviller Schullandschaft ziehen?


Für Eltvilles Bürgermeister Patrick Kunkel ist die Sache klar: „Die positive Botschaft ist, dass beide Schulformen erhalten bleiben: Das Gymnasium bleibt Gymnasium, die Realschule bleibt Realschule.“ Der CDU-Politiker sitzt zusammen mit den Schulsprechern des Gymnasiums und der Gutenberg-Realschule, Gregory Weber und Jakob Gertheinrich, auf einem Podium. Es geht darum, „Klartext“ zu reden – so heißt das Format, zu dem das Jugendzentrum (Juz) in die Burg eingeladen hat.


Im Herbst waren die Emotionen hochgekocht. Damals kam das Gerücht auf, dass das Gymnasium in einer neuen Gesamtschule aufgehen soll, um Hauptschülern abseits der überlasteten Integrierten Gesamtschule Rüdesheim auch im Vorderen Rheingau ein Angebot machen zu können.


Der Schulentwicklungsausschuss geriet in die Kritik, die Befürworter des Gymnasiums gingen auf die Barrikaden. Inzwischen haben sich die Wogen geglättet. Nach einem Ausschuss-Beschluss soll die Realschule den Hauptschülern ein Angebot machen: Im Gespräch sind eine Realschule mit Hauptschulzweig oder – als Schulversuch – eine Realschule, an der man auch den Hauptschulabschluss machen kann.


Aus Sicht Kunkels war nicht zuletzt die bei dem Thema an den Tag gelegte „maximale Geheimhaltung“ ein Problem. „Es war blöd, dass auch Lehrer und Schüler nichts wussten“, findet er.


Ähnlich äußert sich Weber: „Es gab plötzlich viel Getöse, aber niemand wusste Näheres“, sagt er und berichtet von „Angst und Unsicherheit auf den Gängen“ des Gymnasiums. Dabei sei doch Transparenz ein wichtiger Wert. In der Realschule habe niemand etwas davon gehört, es sei auch keine Panik ausgebrochen, schildert Gertheinrich. Von „Überraschung und Unsicherheit“ berichtet auch ein Lehrer des Gymnasiums. Als Meinungsbild habe sich herauskristallisiert, dass eine gute Realschule und ein gutes Gymnasium besser seien als eine ungewollte kooperative Gesamtschule.


Außen vor bleibt indes, dass es vermutlich gute Gründe gibt, weshalb der erweiterte Ausschuss als Schulentwicklungskonferenz hinter verschlossenen Türen tagt: Um zu gewährleisten, dass sich verschiedene Möglichkeiten durchspielen lassen, ohne dass diese sofort in der Öffentlichkeit zerredet werden. Ein Vertreter des Ausschusses saß nicht auf dem Podium. Auf entsprechende E-Mails habe man keine Antwort bekommen, berichtet die aus dem Juz kommende Diskussionsleiterin.


Einem anderen Lehrer fehlte in der Diskussion der vergangenen Wochen der individuelle Blick auf die Bedürfnisse der Kinder. Es müssten auch die gefördert werden, die nicht das Abitur anstrebten.


Diskutiert wird auch, warum das Thema an der Realschule seinerzeit für weniger Wirbel sorgte als am Gymnasium. Das habe ihn nicht verwundert, meint ein Lehrer. Denn für die Realschule, an der schon heute Kinder mit Hauptschulempfehlung unterrichtet würden, hätte sich die Situation in einer Gesamtschule nicht verschlechtert, sondern verbessert, Stichwort Zuweisungen: So hätte eine kooperative Gesamtschule mehr Ressourcen bekommen. Doch auch eine verbundene Real- und Hauptschule bekäme zusätzliche Zuweisungen.


Platzprobleme an der Realschule befürchtet


Für das Gymnasium wären die Auswirkungen in einer Gesamtschule dagegen größer gewesen, glaubt er. „Viele Eltern haben Vorbehalte gegen Gesamtschulen, weshalb die Gefahr bestanden hätte, dass die Schüler in reine Gymnasien abwandern.“ Womöglich ginge dann die Oberstufe in Eltville verloren, was die gesamte Region schwächen würde. Auf den extremen Platzmangel bei einem Angebot für Hauptschüler an der Realschule weist Gertheinrich hin. Hier wolle der Kreis Abhilfe schaffen, berichtet ein Lehrer, der auch der Schulentwicklungskonferenz angehört. Es solle wohl einen Anbau geben.

 

Pressemitteilungen

SPD-Antrag: Bauen im Außenbereich
Antrag fand keine Mehrheit: Wiesbadener Kurier berichtete am 19.02.2020:
Weiterlesen...
 
Eltviller Schulentwicklung
Was tut sich in Sachen Schullandschaft?
Weiterlesen...
 
Haushalt 2020 / Stadt Eltville


Durch Fördermaßnahmen erneut im Plus!
Weiterlesen...
 

Aktuelles

2018: Haushaltsbestätigung durch CDU /FEB / BL
Weiterlesen...
 
Aussiedlerhof im "Sonnenberg"!

Stadt hätte einschreiten müssen!
Weiterlesen...

Berichte

Straßenbeitragssatzung Eltville
Wie wurde entschieden:
Weiterlesen...
 
Giftpflanzen!
Haben in Kindergartennähe nichts zu suchen!
Weiterlesen...
 

Valid XHTML 1.0 Transitional CSS ist valide!